Marokkanische Naturkosmetik · Arganöl-Ratgeber · Aktualisiert Oktober 2026
Arganöl Wirkung: Was es für Haut und Haare wirklich tut – und was nicht
Inhaltsstoffe, belegte Effekte, die richtige Menge je Zone und ehrliche Ergebnisse nach einer, vier und zwölf Wochen – erklärt von der Marke, die das Öl in Marokko presst.
Arganöl ist ein Pflanzenöl mit einem einzigen Inhaltsstoff, das auf der Haut wie ein leichtes Serum und im Haar wie ein Pflegeöl ohne Beschwerung funktioniert. Seine Wirkung beruht auf einer Zusammensetzung, die der Hautlipidschicht nahekommt, auf einem hohen Gehalt an Vitamin E und auf einer Textur, die schnell einzieht. Das ist keine Werbung, das ist Fettsäurechemie, und sie erklärt sowohl, was Arganöl kann, als auch, wo seine Grenzen liegen.
Dieser Ratgeber erklärt, woraus Arganöl besteht und warum es wirkt, was es auf der Haut und was es im Haar tatsächlich tut, wie viel Sie an welcher Stelle verwenden, welche Ergebnisse Sie nach einer, vier und zwölf Wochen erwarten können, und was Arganöl nicht leisten kann. Alle Angaben beziehen sich auf die Qualität, die Green Mood in Marokko presst: kaltgepresst, unraffiniert, ohne Zusatz. Für die Gesichtspflege im Detail gibt es den eigenen Ratgeber Arganöl fürs Gesicht; wie das Öl in die marokkanische Routine eingebettet ist, zeigt der Leitfaden zur marokkanischen Hautpflege.
Kurz gesagt
Arganöl hält Feuchtigkeit in der Haut, macht sie geschmeidig und beruhigt sie, ohne die Poren zu belasten; im Haar glättet es die Faser, gibt Glanz und pflegt trockene Spitzen und Kopfhaut. Zwei bis drei Tropfen auf feuchter Haut, ein bis zwei Tropfen in den Längen reichen aus. Es entfernt keine Falten, hellt keine Pigmentflecken auf, behandelt keine Akne und stoppt keinen Haarausfall. Was Ihre Ergebnisse bestimmt, sind zwei Dinge: die Reinheit des Öls, also kaltgepresst und ohne Zusatz, und die Dosierung.
Arganöl wird aus den Kernen der Früchte des Arganbaums (Argania spinosa) gewonnen, der fast ausschließlich im Südwesten Marokkos wächst, in der Region Souss-Massa zwischen Essaouira, Agadir und Taroudant. Die Arganeraie ist seit 1998 UNESCO-Biosphärenreservat. Für die Kosmetik werden die Kerne ungeröstet kaltgepresst; das Öl ist hellgolden, riecht mild nussig und zieht schnell ein. Für die Küche werden die Kerne vorher geröstet, was ein dunkleres, intensiver schmeckendes Öl ergibt. Beide sind Arganöl, aber nur das kosmetische gehört auf Haut und Haar.
Die Wirkung lässt sich an der Zusammensetzung ablesen:
Rund 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren, vor allem Ölsäure (Omega-9) und Linolsäure (Omega-6), in einem Verhältnis, das den Lipiden der Hautbarriere nahekommt. Deshalb wird Arganöl aufgenommen, statt als Film auf der Haut zu liegen.
Tocopherole (Vitamin E), etwa 600 bis 900 Milligramm pro Kilogramm bei kaltgepresstem Öl, überwiegend als Gamma-Tocopherol. Sie schützen das Öl selbst vor dem Ranzigwerden und wirken auf der Haut antioxidativ.
Squalen und Phytosterole (Schottenol, Spinasterol), die das Öl geschmeidig machen und zu seiner guten Verträglichkeit beitragen.
Polyphenole in geringer Menge, die den antioxidativen Schutz ergänzen.
Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf einen Blick
Inhaltsstoff
Wirkung auf der Haut
Wirkung im Haar
Ölsäure
Macht geschmeidig, verbessert das Einziehen, mildert Spannungsgefühl
Legt sich um die Haarfaser, glättet, gibt Glanz
Linolsäure
Unterstützt die Barrierefunktion, hält Feuchtigkeit, leichte Textur
Pflegt Spitzen, reduziert Reibung zwischen den Haaren
Vitamin E (Tocopherole)
Antioxidativer Schutz vor Umwelteinflüssen
Schützt die Faser vor oxidativem Stress durch Sonne und Hitze
Raffiniertes Arganöl ist geruchlos und heller, hat aber einen Teil seiner Tocopherole und Fettsäurebegleitstoffe verloren; es wirkt auf der Haut spürbar schwächer. Warum die kaltgepresste Qualität so viel Handarbeit verlangt und entsprechend kostet, erklärt der Beitrag Warum ist Arganöl so teuer?.
Arganöl Wirkung auf die Haut
Die folgenden Effekte liefert kaltgepresstes Arganöl auf der Haut. Die ersten zeigen sich nach einer einzigen Anwendung, die strukturellen bauen sich über drei bis vier Wochen regelmäßiger Anwendung auf.
1. Feuchtigkeit halten, ohne zu fetten
Arganöl ist kein Feuchtigkeitsspender im Sinne eines Wasserlieferanten; es ist ein Lipid, das vorhandene Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten hält. Auf leicht feuchter Haut aufgetragen, wird aus zwei Tropfen eine komplette Pflegeschicht. Trockene, spannende Stellen an Wangen, Stirn und Nasenflügeln fühlen sich innerhalb von Minuten weicher an, und die Haut bleibt den Tag über angenehm, ohne zu glänzen.
2. Leichte Textur, für die meisten nicht komedogen
Im Vergleich zu Kokos-, Rizinus- oder Olivenöl zieht Arganöl schnell ein und hinterlässt keinen Film. Das ist der Grund, warum es auch bei fettiger und Mischhaut funktioniert: Es versorgt die trockeneren Zonen, ohne die T-Zone zu beschweren. Bei stark zu Unreinheiten neigender Haut gilt trotzdem: niedrig dosieren und zuerst am Kiefer testen. Die Einzelheiten stehen im Beitrag Verstopft Arganöl die Poren?.
3. Geschmeidigkeit und Elastizität
Gut versorgte Haut ist dehnbarer und wirft weniger Trockenheitsfältchen. Der Effekt zeigt sich zuerst um Augen und Mund: Feine Linien, die durch Feuchtigkeitsmangel entstehen, werden nach zwei bis drei Wochen weniger sichtbar. Arganöl ersetzt kein gezieltes Anti-Aging-Serum, es ergänzt es; was bei tieferen Falten realistisch ist, steht im Beitrag Arganöl gegen Falten.
4. Beruhigung empfindlicher und gereizter Haut
Nach einer austrocknenden Reinigung, nach Sonne, Wind, Rasur oder einem Wechsel der Jahreszeit beruhigt Arganöl spannende, gerötete Haut spürbar schnell. Hier bemerken Erstanwenderinnen und Erstanwender den Unterschied meist schon nach dem ersten Abend. Das Öl enthält weder Duftstoffe noch ätherische Öle, die reaktive Haut provozieren könnten.
5. Antioxidativer Schutz
Vitamin E und Polyphenole begrenzen den oxidativen Stress, den Sonne, Abgase und Heizungsluft täglich auf der Haut hinterlassen. Das ist kein Sonnenschutz, aber ein Beitrag dazu, dass die Haut widerstandsfähiger bleibt. Morgens unter der Tagespflege, abends als letzte Schicht.
6. Ebenmäßigeres Hautbild und Ausstrahlung
Eine glatte, gut versorgte Hautoberfläche reflektiert Licht gleichmäßiger. Das sichtbare Ergebnis ist ein natürlicher, matter Glanz, kein Schimmer. Nach zwei bis drei Wochen wirkt der Teint ebenmäßiger, weil trockene, raue Stellen zurückgehen.
7. Pflege nach Rasur, Sonne und Wirkstoffen
An Abenden mit Retinol, Fruchtsäuren oder Vitamin C stellt ein Tropfen Arganöl, fünf bis zehn Minuten nach dem Wirkstoff aufgetragen, den Komfort der Haut wieder her. Nach der Rasur beruhigt es Hals und Kinn, nach der Sonne spannt die Haut weniger. Im Bart hält es Haar und Haut darunter geschmeidig.
8. Am Körper: Ellbogen, Knie, Hände, Dekolleté
Auf dem Körper ist Arganöl das Pflegeöl nach der Dusche oder nach dem Hammam, auf noch feuchter Haut, ein paar Tropfen pro Zone. Es hält raue Stellen weich und pflegt Haut, die zu Dehnungsstreifen neigt, in Schwangerschaft oder bei Gewichtsveränderung; vorhandene Streifen entfernt es nicht. Wie das Öl in die wöchentliche Körperroutine gehört, zeigt der Leitfaden zur marokkanischen Körperpflege.
Arganöl Wirkung auf die Haare
Im Haar wirkt Arganöl von außen: Es legt sich als dünne Lipidschicht um die Haarfaser, schließt die Schuppenschicht optisch, reduziert die Reibung zwischen den Haaren und reflektiert Licht. Es dringt nicht in die Haarwurzel ein und verändert nicht, wie Haar wächst. Innerhalb dieser Grenzen tut es viel.
1. Glanz und Geschmeidigkeit
Ein bis zwei Tropfen, zwischen den Handflächen verrieben und in die Längen gestrichen, glätten abstehende Schuppen und geben stumpfem Haar Glanz, ohne es zu beschweren. Der Effekt ist sofort sichtbar und hält bis zur nächsten Wäsche.
2. Trockene Spitzen und Haarbruch
Trockene, poröse Spitzen verlieren Feuchtigkeit schneller und brechen leichter. Arganöl in den letzten fünf Zentimetern, täglich oder nach jeder Wäsche, hält die Spitzen geschmeidig und reduziert Spliss, der durch Reibung und Bürsten entsteht. Vorhandenen Spliss repariert es nicht; der gehört abgeschnitten.
3. Frizz und Feuchtigkeit in der Luft
Krauses, aufquellendes Haar nimmt Luftfeuchtigkeit auf. Eine dünne Ölschicht verlangsamt diesen Austausch und hält die Frisur länger glatt. Zwei Tropfen im handtuchtrockenen Haar vor dem Föhnen reichen; Arganöl ist kein Hitzeschutz im technischen Sinn, aber es verhindert, dass das Haar beim Föhnen weiter austrocknet.
4. Trockene, juckende Kopfhaut
Auf der Kopfhaut wirkt Arganöl wie auf der Gesichtshaut: Es hält Feuchtigkeit, beruhigt Spannungsgefühl und pflegt trockene Schuppen weg, die durch Austrocknung entstehen. Als Kur vor der Wäsche, 20 bis 30 Minuten einwirken lassen, dann ausshampoonieren. Bei fettigen Schuppen oder einer Hauterkrankung der Kopfhaut ist es nicht das richtige Mittel.
5. Kopfhaut und Haarwurzeln bei dünner werdendem Haar
Arganöl begleitet die Kopfhaut: Eine gut versorgte, nicht gereizte Kopfhaut ist die Grundlage, auf der bestehende Haarwurzeln kräftig arbeiten. Haarausfall stoppt es nicht, und neues Haar lässt es nicht wachsen. Wer dünner werdendes Haar gezielt pflegen möchte, findet im Anti-Haarausfall Pflege-Set die dafür entwickelte Routine; Arganöl ist dort die Ergänzung für Längen und Spitzen, nicht der Ersatz.
6. Als Haarmaske
Einmal pro Woche, vier bis sechs Tropfen in Längen und Spitzen, 30 Minuten bis über Nacht unter einem Handtuch einwirken lassen, dann zweimal shampoonieren. Für feines Haar reicht die halbe Menge und eine Stunde.
Arganöl im Gesicht
Das Gesicht ist die Zone, in der Dosierung und Reihenfolge am meisten zählen, weil die Haut dort dünner und reaktiver ist. Die Kurzfassung: nach der Reinigung, auf noch feuchter Haut oder nach Rosenwasser, zwei bis drei Tropfen zwischen den Fingerspitzen erwärmen und von der Gesichtsmitte nach außen eindrücken, nicht reiben. Morgens vor dem Sonnenschutz, abends als letzte Schicht oder zwei- bis dreimal pro Woche als Nachtkur mit drei bis vier Tropfen.
Die fünf Anwendungsarten, die Dosierung je Hauttyp, die Morgen- und Abendroutine und die Kombination mit Seren und Cremes stehen im eigenen Ratgeber Arganöl fürs Gesicht. Ob Arganöl oder Jojobaöl für Ihre Haut die bessere Wahl ist, klärt der Vergleich Arganöl oder Jojobaöl.
Anwendung: Menge und Reihenfolge je Zone
Die häufigste Ursache für die Aussage „Arganöl wirkt bei mir nicht“ ist zu viel Öl auf trockener Haut. Die Mengen unten gelten für kaltgepresstes, unverdünntes Arganöl; ein verdünntes oder raffiniertes Öl verhält sich oft, als hätte es die halbe Stärke.
Zone
Menge
Wann
Wie oft
Gesicht
2–3 Tropfen (fettige Haut: 1–2)
Nach Reinigung und Rosenwasser, auf feuchter Haut; morgens vor dem Sonnenschutz
Täglich, morgens und/oder abends
Augenpartie
Einen halben Tropfen
Abends, mit dem Ringfinger entlang des Augenknochens tupfen
Täglich
Hals und Dekolleté
2–3 Tropfen
Abends, nach dem Gesicht
Täglich
Körper
3–5 Tropfen pro Zone
Nach der Dusche, auf noch feuchter Haut
Täglich oder nach Bedarf
Haarlängen und Spitzen
1–2 Tropfen (dickes Haar: 3–4)
Im handtuchtrockenen oder trockenen Haar
Täglich oder nach jeder Wäsche
Kopfhaut
5–8 Tropfen
Vor der Wäsche, 20–30 Minuten einwirken
Einmal pro Woche
Haarmaske
4–6 Tropfen
Vor der Wäsche, 30 Minuten bis über Nacht
Einmal pro Woche
Bart
2–3 Tropfen
Nach der Dusche, in Barthaar und Haut darunter
Täglich
Beginnen Sie am unteren Ende. Spannt die Haut am nächsten Morgen, kommt ein Tropfen dazu; glänzt sie eine Stunde nach dem Auftragen, geht einer weg. Zwei Tropfen auf feuchter Haut genügen den meisten Menschen an den meisten Tagen, sofern das Öl die kaltgepresste Qualität hat.
Die eine Regel
Arganöl kommt auf feuchte Haut und in feuchtes oder zumindest nicht frisch gewaschenes, trockenes Haar. Eine dünne Wasserschicht unter dem Öl lässt es sich verteilen und einziehen; auf trockener Haut braucht es die doppelte Menge und bleibt als Film liegen.
Arganöl ist ein Naturprodukt in niedriger Dosierung. Die Ergebnisse bauen sich in Stufen auf, und die erste Stufe kommt schnell.
Sofort, nach der ersten Anwendung
Haut fühlt sich weicher an und spannt nicht mehr
Sichtbarer, matter Glanz auf Wangen und Stirn
Haar glänzt und lässt sich leichter kämmen
Nach einer bis zwei Wochen
Trockenheitsfältchen werden weicher
Gerötete, reaktive Stellen beruhigen sich schneller
Spitzen fühlen sich weniger strohig an, weniger Frizz bei Feuchtigkeit
Nach drei bis vier Wochen
Teint wirkt ebenmäßiger, trockene Stellen an Wangen und Stirn gehen zurück
Hautbarriere reagiert weniger auf Wetter und Produktwechsel
Weniger Haarbruch beim Bürsten, Kopfhaut spannt nicht mehr
Nach zwei bis drei Monaten
Feine Linien durch Feuchtigkeitsmangel bleiben weniger sichtbar, wo die Pflege konsequent war
Der Teint wirkt insgesamt frischer und ausgeruhter
Haar wirkt in den Längen gesünder, weil weniger nachgebrochen ist
Was Arganöl nicht kann
Die meisten enttäuschten Erfahrungen mit Arganöl gehen auf Versprechen zurück, die das Öl nie halten konnte. Damit Sie es richtig einordnen:
Es entfernt keine Falten. Es mildert Trockenheitsfältchen und hält die Haut elastisch; tiefere Mimikfalten verändert es nicht.
Es hellt keine Pigmentflecken auf. Es macht die Hautoberfläche gleichmäßiger, damit Licht ebenmäßiger reflektiert wird. Gegen Flecken braucht es gezielte Wirkstoffe und täglichen Sonnenschutz.
Es behandelt keine Akne. Es ist ein verträgliches Pflegeöl neben einer Akne-Therapie und beruhigt die Haut, die solche Therapien reizen; die Therapie ersetzt es nicht.
Es stoppt keinen Haarausfall und lässt kein Haar wachsen. Es pflegt Kopfhaut und Längen und begleitet so eine Routine gegen dünner werdendes Haar.
Es ist kein Sonnenschutz. Morgens kommt der Sonnenschutz nach dem Öl, nicht statt des Öls und nicht darunter.
Es wirkt nicht über Nacht an Schäden, die Jahre gebraucht haben. Vier Wochen für Komfort und Feuchtigkeit, drei Monate für Textur und feine Linien sind der realistische Maßstab.
Verträglichkeit und Nebenwirkungen
Äußerlich angewendet ist Arganöl ausgesprochen gut verträglich; Kontaktallergien sind selten, aber dokumentiert. Testen Sie ein neues Öl an der Innenseite des Unterarms, bevor Sie es im Gesicht verwenden. Arganöl stammt aus einem Steinfruchtkern, nicht aus einer Baumnuss im botanischen Sinn; wer eine Nussallergie hat, sollte dennoch ärztlichen Rat einholen, bevor er es verwendet. Kontakt mit den Augen vermeiden. Innerlich gehört nur das geröstete Speiseöl auf den Teller, nicht das kosmetische.
Arganöl nach Haut- und Haartyp
Typ
Was Arganöl hier tut
So verwenden Sie es
Fettige und Mischhaut
Versorgt Wangen und Kieferpartie ohne T-Zonen-Glanz
1–2 Tropfen abends auf feuchter Haut, Stirn und Nase aussparen
Trockene Haut
Spürbarste Verbesserung in kürzester Zeit
2–3 Tropfen morgens und abends, zusätzlich als Nachtkur 2–3× pro Woche
Empfindliche Haut
Beruhigt, ohne Duftstoffe und ätherische Öle
Erst am Unterarm testen, dann 1–2 Tropfen abends
Zu Unreinheiten neigende Haut
Verträgliche Pflege neben der Therapie
1 Tropfen nach dem Wirkstoff, nicht auf entzündete Stellen
Reife Haut
Elastizität, weniger Trockenheitsfältchen
3 Tropfen abends, morgens unter dem Sonnenschutz; für intensivere Pflege Kaktusfeigenkernöl am Abend
Feines Haar
Glanz ohne Beschwerung
1 Tropfen nur in die Spitzen, trocken, nach dem Föhnen
Dickes, lockiges, krauses Haar
Definition, weniger Frizz, weichere Längen
3–4 Tropfen im feuchten Haar, wöchentliche Maske
Coloriertes oder strapaziertes Haar
Geschmeidige Längen, weniger Bruch
2 Tropfen nach jeder Wäsche, Maske einmal pro Woche
Trockene Kopfhaut
Beruhigt, pflegt trockene Schüppchen weg
Wöchentliche Kur, 20–30 Minuten vor der Wäsche
Wer reife oder sehr trockene Gesichtshaut hat, kombiniert in der marokkanischen Tradition beide Öle: Arganöl am Morgen, Kaktusfeigenkernöl am Abend. Was das zweite Öl kann und wie es sich von Arganöl unterscheidet, steht im Ratgeber Kaktusfeigenkernöl: Wirkung und Anwendung.
Kosmetisch, kulinarisch, raffiniert: woran Sie reines Arganöl erkennen
Die Wirkung, die dieser Ratgeber beschreibt, setzt ein kaltgepresstes, unraffiniertes Arganöl ohne Zusatz voraus. Der Markt ist voll von Produkten, die „Arganöl“ heißen und wenig davon enthalten. Fünf Kriterien:
Ein einziger Inhaltsstoff. Die INCI-Liste lautet Argania spinosa kernel oil, sonst nichts. Kein Trägeröl, kein Parfum, kein Konservierungsstoff. Ein „Arganöl-Serum“ mit Silikonen an erster Stelle ist ein Haarserum mit etwas Argan darin.
Kaltgepresst und unraffiniert. Beides sollte auf dem Etikett stehen. Raffiniertes Öl ist geruchlos und hat Tocopherole und Begleitstoffe verloren.
Kosmetische Qualität, nicht Speiseöl. Kosmetisches Arganöl ist hellgolden und riecht mild nussig; das geröstete Speiseöl ist dunkler und riecht deutlich. Es ist nicht schädlich auf der Haut, aber es ist nicht dafür gemacht.
Herkunft und Zertifizierung, die Sie prüfen können. Der Arganbaum wächst fast nur in Südwestmarokko; die Herkunft sollte genannt sein. Eine anerkannte Bio-Zertifizierung (USDA Organic, CCPB, AB) belegt die Verarbeitungskette. Die Zertifizierungen von Green Mood sind veröffentlicht.
Sensorik und Lagerung. Reines Arganöl riecht leicht nussig, und der Geruch verfliegt auf der Haut binnen Minuten; es zieht schnell ein. Gelagert wird es dunkel und kühl, in der Originalflasche; so hält es 12 bis 24 Monate.
Kaltgepresst aus ungerösteten Kernen aus der Region Souss-Massa, Südwestmarokko
Ein Inhaltsstoff: Argania spinosa kernel oil, sonst nichts
Unraffiniert, mit dem vollständigen Fettsäure- und Vitamin-E-Profil
Bio-zertifiziert (USDA Organic, CCPB, AB), hergestellt in einer nach ISO 22716 zertifizierten Produktion in Marokko
Lieferbar in 50 ml und 100 ml, in der dunklen Glasflasche mit Pipette
Erhältlich in sieben Boutiquen in Marokko, darunter drei Flughafen-Boutiquen in Casablanca, Agadir und Marrakesch, und online mit weltweitem Versand
Wer das Öl lieber mit Duft verwendet, findet in den parfümierten Arganölen, etwa dem Arganöl mit Orchidee, dieselbe Basis für Körper und Haar; für das Gesicht bleibt das reine Öl die richtige Wahl.
Es hält Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten, macht die Haut geschmeidig, beruhigt Spannungsgefühl und Rötungen und schützt mit Vitamin E vor oxidativem Stress. Es zieht schnell ein und eignet sich auch für fettige und Mischhaut. Falten entfernt es nicht, Pigmentflecken hellt es nicht auf.
Ist Arganöl gut für die Haare?
Ja, für Längen, Spitzen und trockene Kopfhaut. Ein bis zwei Tropfen glätten die Haarfaser, geben Glanz und reduzieren Frizz und Haarbruch; als wöchentliche Kur pflegt es die Kopfhaut. Auf das Haarwachstum hat es keinen Einfluss.
Kann man Arganöl täglich verwenden?
Ja. Zwei bis drei Tropfen täglich auf feuchter Gesichtshaut, ein bis zwei Tropfen in den Haarlängen sind für alle Haut- und Haartypen unbedenklich. Fühlt sich die Morgenanwendung zu reichhaltig an, genügt der Abend.
Hilft Arganöl gegen Falten?
Es mildert Trockenheitsfältchen und unterstützt die Elastizität der Haut, weil es Feuchtigkeit hält und antioxidativ wirkt. Tiefere Mimikfalten verändert es nicht. Als Ergänzung zu einem gezielten Anti-Aging-Serum und täglichem Sonnenschutz ist es sinnvoll, als Ersatz nicht.
Verstopft Arganöl die Poren?
Bei den meisten Menschen nicht: Die Textur ist leicht, und das Fettsäureprofil liegt nahe an dem der Haut. Stark zu Unreinheiten neigende Haut sollte mit einem Tropfen beginnen und zuerst am Kiefer testen.
Kann ich Arganöl über Nacht im Gesicht lassen?
Ja. Drei bis vier Tropfen auf die gereinigte, leicht feuchte Haut, nichts darüber. Zwei- bis dreimal pro Woche für trockene und reife Haut, einmal pro Woche für Mischhaut. Morgens wie gewohnt reinigen.
Arganöl in die Haare: auswaschen oder einziehen lassen?
Beides, je nach Zweck. Ein bis zwei Tropfen in Längen und Spitzen bleiben im Haar. Fünf bis acht Tropfen auf der Kopfhaut oder vier bis sechs Tropfen als Maske werden nach 20 Minuten bis über Nacht mit zwei Shampoogängen ausgewaschen.
Hilft Arganöl bei Haarausfall?
Es stoppt keinen Haarausfall und lässt kein neues Haar wachsen. Es pflegt und beruhigt die Kopfhaut und hält die Längen geschmeidig, sodass weniger Haar bricht; damit begleitet es eine Routine gegen dünner werdendes Haar, ersetzt sie aber nicht.
Eignet sich Arganöl bei fettiger Haut?
Ja, in niedriger Dosierung: ein bis zwei Tropfen abends auf feuchter Haut, Stirn und Nase aussparen. Es versorgt die trockeneren Zonen, ohne die T-Zone zum Glänzen zu bringen. Fettige Haut, die zu stark gereinigt wird, produziert mehr Talg; ein leichtes Öl unterbricht diesen Kreislauf.
Hat Arganöl Nebenwirkungen?
Äußerlich ist es ausgesprochen gut verträglich. Kontaktallergien sind selten, aber möglich; testen Sie ein neues Öl am Unterarm. Bei Nussallergie vorher ärztlich abklären. Nicht in die Augen bringen, und das kosmetische Öl nicht einnehmen.
Woran erkenne ich reines Arganöl?
Die INCI-Liste nennt nur Argania spinosa kernel oil; „kaltgepresst“ und „unraffiniert“ stehen auf dem Etikett; das Öl ist hellgolden, riecht leicht nussig, und der Geruch verfliegt auf der Haut nach Minuten. Herkunft Marokko und eine prüfbare Bio-Zertifizierung sollten genannt sein.
Kosmetisches oder Speise-Arganöl für die Haut?
Kosmetisches. Es wird aus ungerösteten Kernen gepresst, ist hellgolden und riecht mild. Speise-Arganöl aus gerösteten Kernen ist dunkler, riecht deutlich und ist für die Küche gemacht; auf der Haut schadet es nicht, ist aber nicht die richtige Qualität.
Arganöl oder Jojobaöl?
Jojobaöl ist ein flüssiges Wachs, das dem Hauttalg ähnelt und sich für sehr fettige Haut eignet; Arganöl pflegt reichhaltiger, enthält mehr Vitamin E und ist die vielseitigere Wahl für Gesicht, Körper und Haar. Den vollständigen Vergleich finden Sie im Beitrag Arganöl oder Jojobaöl.
Arganöl hält Feuchtigkeit in der Haut, beruhigt sie und macht sie geschmeidig, ohne zu fetten; im Haar gibt es Glanz und pflegt Spitzen und Kopfhaut. Zwei bis drei Tropfen auf feuchter Haut, ein bis zwei im Haar. Was Ihre Ergebnisse bestimmt, sind die Reinheit des Öls und die Regelmäßigkeit der Anwendung.
Green Mood presst sein Bio Arganöl Rein in Marokko, in einer nach ISO 22716 zertifizierten Produktion in der Region Souss-Massa, und führt es in sieben Boutiquen, darunter drei Flughafen-Boutiquen in Casablanca, Agadir und Marrakesch.